GWI-Techniker arbeiten am Hochtemperaturofen

GWI-Techniker arbeiten am Hochtemperaturofen

Jubiläum

1937 – 2017 Gas- und Wärme-Institut Essen e.V.

80 Jahre Forschung und Entwicklung sowie Prüfung und Weiterbildung für die Branche

 

Am 28. Juni 2017 fand die Jubiläumsveranstaltung des Gas- und Wärme-Instituts zum 80-jährigen Jubiläum statt, zu der neben Vertretern der Mitgliedsunternehmen auch Kunden, Partner und Freunde des Instituts eingeladen wurden.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorstand Dr. Rolf Albus und Prof. Klaus Görner mit einem kleinen Streifzug durch die Geschichte des GWI entrichtete der 1. Bürgermeister Herr Rudolf Jelinek die Grußworte der Stadt Essen. Herr Jelinek betonte die langjährige Tradition und sehr enge Verbundenheit des GWI mit der Stadt Essen auch unter dem Aspekt, dass Essen zur Grünen Hauptstadt Europas 2017 ernannt wurde. Essen hat nachweislich hohe Umweltstandards erreicht und verfolgt fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung. Dazu trägt das GWI durch die Bündelung seines Know-hows in der Wissenschaftsstadt Essen entscheidend bei, denn das GWI bearbeitet die Themen der Energiewende, die auch für die Stadt Essen starke Impulse geben.

Der Verwaltungsratsvorsitzende Herr Dietmar Spohn betonte in seinen Grußworten die Unabhängigkeit des GWI als Branchenforschungsinstitut mit den Schwerpunkten F&E, Prüfung, Weiterbildung und Beratung. Die starke Bindung zum Branchenverband DVGW ermöglicht es dem GWI, die Themen der DVGW-Innovationsoffensive Gas (2009-2015) sowie der neu aufgesetzten Innovationsforschung Gas (seit 2016) konsequent in die breite Anwendung weiterzuverfolgen. Das GWI hat sich zum Ansprechpartner für die jeweiligen Stakeholder Gerätehersteller, Netzbetreiber, Stadtwerke usw. entwickelt, arbeitet an den Themen der Branche und ist folglich für die Zukunft gut aufgestellt.

Historie

Seit Anfang der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde in der Zeitschrift „Gas“ die Forderung nach Gründung eines „Forschungsinstitut für Gaswärme“ erhoben, um das Gebiet der Gasverwendung in der Wissenschaft nachhaltig zu etablieren. Es sollten über gemeinsame Forschungsarbeiten alle Kräfte des Gasfachs gebündelt werden, um im Wettbewerb mit anderen Energiearten bestehen zu können.

Im Mai 1937 wurde schließlich das Gaswärme-Institut (GWI) gegründet. Nach der Aufnahme der Institutstätigkeit lag der Schwerpunkt der Arbeiten im Bereich des Gewerbes und der Industrie, bei der Prüfung der Verwendbarkeit und der Vorteile der Gaswärme im betrieblichen Einsatz, bei der Bearbeitung ofentechnischer Probleme, z. B. Brennerkonstruktionen, bei Fragen der Wärmeübertragung und -verteilung. Viele dieser Themen sind nach wie vor aktuell und werden heute unter dem Stichwort „Energieeffizienz“ zusammengefasst.

Das GWI wird 1941 vom DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein -  als offizielle Prüfstelle für gewerbliche und industrielle Gasanlagen anerkannt. Es folgten eine Reihe weiterer Zulassungen und Zertifizierungen, sodass das GWI heute eines der wichtigsten Prüflabore vor allem für Gasverbrauchseinrichtungen ist. Durch die wissenschaftliche Zuarbeit und Begleitung der Regelwerksarbeit, durch gemeinsame Weiterbildungsveranstaltungen und durch das Zusammenspiel von Prüfung und Zertifizierung ist das GWI ein bis heute wichtiger Partner für den DVGW.

Seit 1970 ist das GWI nach mehreren Umzügen innerhalb des Stadtgebietes an der Hafenstrasse in Essen beheimatet. Nach diversen baulichen Erweiterungen (Hörsäle und Versuchshallen) erfolgte 1999 der Neubau der Labor- und Versuchseinrichtungen für die Forschungsabteilungen Industrie- und Feuerungstechnik sowie Brennstoff- und Gerätetechnik.

Aktuell fokussieren sich die Arbeiten auf die Gestaltung der Energiewende, wobei sich das Gaswärme-Institut schon seit einiger Zeit hin zu einem Gas- und Wärme-Institut entwickelt, denn die Integration der erneuerbaren Energien in die bestehenden Versorgungsstrukturen stellt eine der wichtigsten Aufgaben dar. Weitere Themenschwerpunkte liegen bei der Kraft-Wärme-Kopplung in der häuslichen Energieversorgung sowie der Erzeugung von Wasserstoff aus regenerativ erzeugtem Strom.

Dies sind nur kleine Schlaglichter aus einer langen traditionsreichen Zeit, während der das GWI stets eng mit der Branche wichtige Themen aufgegriffen und anwendungsnahe sowie praxisorientierte Lösungen erarbeitet hat. Heute ist das GWI mehr denn je mit den Themen und Fragestellungen rund um die Energiewende und damit auch der ganzen Branche betraut. Die Bearbeitung der Projekte erfolgt grenzüberschreitend und in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Industrie, aber auch mit Gremien, Verbänden, Stadtwerken und sonstigen wissenschaftlich-technischen Netzwerken. Das Ziel ist dabei, die Synergien auszutauschen und effizienter zu nutzen; die Forschungsergebnisse kommen den Mitgliedsunternehmen, Partnern und Kunden zugute und stärken deren Wettbewerbsfähigkeit, national wie international.

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Rolf Albus, Tel. +49 (0)201 3618-100